Es heißt Cyberpunk 2077: Von den polnischen Entwicklern des ausgezeichneten Rollenspiels “The Witcher” kommt nun ein hochinteressantes Projekt auf uns zu. Der aktuelle Teaser zeigt nichts vom Spiel (höchstens ein Paar Assets, die wir in einer Spielumgebung wiederfinden könnten) und macht Lust auf mehr. Eines vorab: Das Release-Date von Cyberpunk 2077 ist nicht unbedingt in greifbarer Nähe. Wenn ihr solche Happen mit Wartezeit nicht ertragen könnt, schaut ihr besser ein andermal wieder rein.
Thematisch ist das Spiel nicht nur leicht an Deus Ex
angelehnt, eine zentrale Figur des Teasers erinnert an die Klingen-Augmentierungen von Adam Jensen, diese werden allerdings passenderweise feminisiert dargestellt. Die arachnoide Natur ihrer Waffen verrät schon einen Teil der Story: Die gute Dame ist oder wurde eine von den Antagonisten der Geschichte.
Solche werden bei Cyberpunk 2077 Psychos genannt (zugegeben, nicht gerade die Krönung des Einfallsreichtums) und vom Psycho Squad bzw. der MAX-TAC (Maximum Force Tactical Division) verfolgt und zur Strecke gebracht. Ähnlich wie bei Bioshock (Splicer) verlieren technologisch übermodifizierte Menschen den Verstand, in diesem Falle überaugmentierte Personen.
Cyberpunk 2077 klingt wie ein Sci-Fi-Mashup-Game
Die Befürchtungen der Bevölkerung aus Deus Ex: Human Revolution werden wahr und von einer Art Blade Runner im aufgestylten Judge Dredd Kostüm zur Strecke gebracht, oder wie die Beschreibung des Trailers auf YouTube verrät, vielleicht auch rekrutiert. Sicherlich finden sich in diesem Projekt noch mehr Sci-Fi-Referenzen, aber das sind mal die Basics für den Einstieg.

Auf dem Corporate Blog von CD Projekt RED sind noch einige Stellen für das Projekt offen, das sich noch in einem äußerst frühen Stadium befindet. Dennoch scheint es weit genug vorangeschritten zu sein, um einige definierende visuelle Komponenten der Spielwelt preiszugeben.


Vom Pen & Paper zum PC-RPG
Das Spiel basiert auf einem bestehenden Pen & Paper RPG System namens Cyberpunk 2020 (Ersterscheinung: 1988) und soll spielmechanisch zwar originalgetreu, aber dennoch flexibel umgesetzt werden. Die Herausforderung darin liegt im Freiraum des Spielers: Bei einem Pen & Paper werden oft Regeln improvisiert, spontan weggelassen oder umgestaltet, um den Spielern das Spielerlebnis live interessant zu machen. Regeln dienen eher als Richtlinien und werden nicht so forciert angewandt, wie in der binären Denkweise eines Computers.

Jeder Skill, jedes Attribut, sämtliche numerischen Parameter müssen bei einem Videospiel fest definiert und charakterisiert werden. So werden laissez-faire Konzepte aus dem Pen & Paper an festere Spielmechaniken gebunden, um ein spielbares Resultat zu erhalten. Die Entwicklung der Mechaniken für das Videospiel findet in Zusammenarbeit mit Mike Pondsmith, dem Erschaffer-himself des 2020-Originals auf dem Papier statt. Im Forum zum Spiel gibt es bereits fast 1.600 Postings, schlauerweise bezieht CD Projekt RED die Community wieder intensiv in die Ideenfindung mit ein und holt sich regelmäßig Feedback von den Fans.
Das Spiel wird vermutlich erst 2015 erscheinen, so eine kleine Geheimnotiz im Teaser. Na danke, ich installier’ dann mal wieder Deus Ex: Human Revolution![]()
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